Gesundheitliche Probleme, die physikalische Ursachen haben, sind Elektrosmog, falsche relative Luftfeuchtigkeit, mangelhafte Lüftungsrate, schlechte Beleuchtung, Lärmbelastung oder Ionen.
Zu den Belastungen physikalischen Ursprungs zählt auch der Elektrosmog . Hier liegen die offiziellen Grenzwerte und die von Baubiologen in Tausenden von Hausuntersuchungen gemachten Erfahrungen extrem weit auseinander. Seit Anfang 1998 gilt die sogenannte Elektrosmogverordnung. Für z. B. das niederfrequente magnetische Feld werden dort 100.000 NanoTesla als ungefährlich angesehen1. Aber schon bei einigen hundert NanoTesla hat man oft genug gesundheitliche Beschwerden festgestellt, welche nach der Sanierung verschwunden sind. Für Schlafbereiche sollten 20 NanoTesla als Grenze gelten2. "Die in der Elektrosmogverordnung genannten Werte schützen nicht den Menschen", um den Bundesverband gegen den Elektrosmog3 zu zitieren. Bei der Sanierung von Elektroinstallationen kann z. B. in Schlaf- und Kinderzimmern der Einbau von Netzfreischaltern vorgesehen werden. Diese schalten den angeschlossenen Stromkreis ab, sobald der letzte Stromverbraucher ausgeschaltet worden ist. Dieser wird beim Einschalten eines Stromverbrauchers wieder aktiviert, Strom fließt. Netzbetriebene Radiowecker sollte man prinzipiell nicht in der Nähe des Kopfes stehen haben, ein Ökotest4 erbrachte viel zu hohe Strahlungswerte; auf eine räumliche Distanz des Bettes zu den Hauptstromzuführungen und den Hauptstromverbrauchern ist zu achten. - In Neubauten bauen wir abgeschirmte Kabel ein.
Manche Homehandys (schnurlose Telefone) strahlen immer noch zu stark. Entweder man telefoniert - so wie früher - über Telefon mit Kabelanschluss. Mittlerweile gibt es auch strahlungsarme schnurlose Telefone zu kaufen. Achten Sie darauf, dass sich diese Telefone nach dem Gespräch abschalten müssen.
Lüftung:
Neubauten und Umbauten müssen luftdicht ausgeführt werden, um das gewünschte
Ziel des niedrigen Energieverbrauchs einzuhalten. Fenster werden beim Einbau
nach der Energieeinsparverordnung oder den "Richtlinien zum Einbau von Fenstern"
mit der Laibung luftdicht verklebt, z. B. mit Folienschürzen. In ausgebauten
Dachgeschossen müssen die Dampfbremsen ebenfalls luftdicht verklebt werden, auch
an Durchdringungen von Elektrokabeln.
Ich empfehle in Neubauten grundsätzlich Lüftungsanlagen einzubauen. Dadurch wird die Innenraumluft sauberer. Die Wartung
der Filter muss gewissenhaft durchgeführt werden. In Passivhäusern ist eine
Lüftungsanlage zwingend notwendig.
Die Anlage muss mit großen
Lüftungsquerschnitten dimensioniert werden. Dann bleiben die
Luftgeschwindigkeiten in den Leitungen gering, und der Stromverbrauch der
Ventilatoren ist ebenfalls gering. Die Lüftungsleitungen müssen gut zu reinigen
sein.
Literatur:
Zur Startseite Hier klicken
©by Axel Hagenmüller 2011