Dämmungen:
Was wir nicht verwenden wollen: Mineralwolle, Glaswolle,
Steinwolle, Künstliche Mineralfasern, KMF (Oberbegriff).
Zur Vorgeschichte: 1993 hat man die KMF so eingeordnet, als ob sie krebserzeugende
Arbeitsstoffe sind. Danach haben die Hersteller ihre Produktion
umgestellt.
Es gibt also Fasern vor ca. 1993 ("alte") und danach ("neue"). Die alten Fasern sind so zu behandeln, als ob sie krebserregend sind. Wir empfehlen deshalb, alte Mineralfasermatten zu entfernen. Dies ist dann
besonders wichtig, wenn die Fasern Zugang zur Atemluft haben, wenn sie z. B. frei liegen. Beim Ausbau sind die Sicherheitsvorschiften zu beachten.
Die Mineralfasern nach ca. 1993: Sie heißen KI 40 Fasern (KI =
Kanzerogenitätsindex). Im Tierversuch (der nicht unbedingt auf den Menschen
übertragen werden darf!) lösen sie sich in der Lunge
schneller auf und werden als biolöslich bezeichnet. Eine Krebsgefahr soll
angeblich nicht bestehen. Leider ist der Verbraucher nicht sicher, ob
die verkauften Mineralfasern tatsächlich dem KI 40 Standard entsprechen, denn nach Deutschland importierte Mineralfasern sind nicht auf
das neue Herstellungsverfahren umgestellt1.
Dämmungen aus künstlichen Mineralfasern enthalten auch Formaldehydharze und gesundheitlich bedenkliche Mineralöle. Formaldehyd ist von der Weltgesundheitsorganisation WHO und in den USA als Karzinogen eingestuft. In den USA hat es schon Schadensersatzzahlungen zugunsten von Glasfasergeschädigten gegeben. Mehr dazu www.sustainableenterprises.com/fin
Dämmungen gibt es gesundheitlich unbedenklich aus dem Biobaumarkt. Als Planer
verwende ich ökologische Dämmstoffe, z. B. Hanf, Zellulosefasern (Isofloc, Dobry,
Warmcell, etc.), Schafwolle, Baumwolle, Kork, Flachs, Kokos,
Getreidegranulat, HolzFlex oder Holzweichfaserplatten. Einige dieser Dämmstoffe
werden von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe gefördert, siehe hierzu (www.naturdaemmstoffe.info)
Mauersteine, die porosierte Hochlochziegel sind, werden durch die Zugabe von
Holzspänen oder Polystyrol porosiert. Polystyrol besteht aus dem giftigen
Styrol2. Wir finden Steine, die mit Holzspänen
porosiert werden, besser.
Literatur:
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©by Axel Hagenmüller 2011