Dipl.-Ing. Axel Hagenmüller, Ökologisches Bauen
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Globale Erwärmung und CO2 Problematik

Die globale Erwärmung rührt in erster Linie vom CO2 Anstieg in der Erdatmosphäre her1. Diese globale Erwärmung ist das größte Umweltproblem des 21. Jahrhunderts. Für Gebäude bedeutet das, dass die Passivhaus Technik oder ein darüberhinausgehender Standard die Technik der Zukunft sein muss. Bestehende Gebäude müssen in Zukunft nachträglich gedämmt werden. Unser Büro hat schon vor 15 Jahren das erste Mal an einem Passivhaus mitgewirkt. Ein Wohnhaus mit Passivhaus - Bauteilen wurde in 2010 fertiggestellt.

Energiesparen

"Rund die Hälfte der in Europa verbrauchten Energie dient dem Betrieb von Gebäuden" (Europäische Charta für Solarenergie in Architektur und Stadtplanung)2. Neben der genannten Passivhaustechnik sollte deswegen mit der Sonne gebaut werden. Wichtig ist die richtige Ausrichtung der einzelnen Zimmer nach den Himmelsrichtungen und die richtige Wahl des Standortes des Hauses auf dem Grundstück (soweit beeinflussbar). Die Verschattung durch Nachbargebäude muss berücksichtigt werden. Dachflächen sollen südorientiert sein, um Solaranlagen zu ermöglichen.

Baustoffe, deren Herstellung wenig Energie benötigt.

Z. T. liegen Ökobilanzen vor, u. a. für Dämmstoffe. Die Holzbauweise ist, da energetisch niedrig, in Zukunft zu bevorzugen, wie sich an den folgenden Zahlen ablesen lässt: Eine Halle (jeweils gleiche Abmessungen und vergleichbare Eigenschaften) als Holzhalle braucht für ihre Erstellung die 1,0 - fache Energiemenge, eine Mauerwerkshalle die 1,6 fache, eine Stahlhalle die 2,1 fache und eine Halle mit Aluminiumkonstruktion die 3,1 fache Primärenergiemenge3.

Einsatz regenerativer Energien, z. B Solarenergie.

Man unterscheidet die thermische Solarenergie (solare Warmwassererzeugung mit Sonnenkollektoren) und die Photovoltaik (solare Stromerzeugung). Pro eingespeister Kilowattstunde wird eine Einspeisevergütung gezahlt, die u. a. von der Größe der Anlage abhängig ist. Eine Photovoltaik - Anlage ist damit wirtschaftlich zu betreiben.

Nutzung vorhandener Bausubstanz,

denn energetisch gesehen ist ein Neubau meistens ungünstiger als ein Umbau zu bewerten, und Nutzung historischer Baustoffe, d. h. Wiederverwendung von Baustoffen. Es gibt einige Firmen, welche gebrauchte Baumaterialien anbieten. Adressen siehe bei den Links.

Heizung:
Der Stellenwert der Heizung wird in Zukunft zurückgehen, wenn die Häuser besser gedämmt ausgeführt werden. Hier ist der Einsatz von regenerativen Energien anzustreben bzw. vorgeschrieben.

Literatur:

  1. Film "Eine unbequeme Wahrheit", mit AL Gore, 2006.
  2. Solar Energy in Architecture and Urban Planning, Hrsg. Thomas Herzog, Prestel Verlag 1996, S. 1
  3. Umweltbundesamt, Bericht 10/90, Umweltschutz bei Planung und Bau von Industrie- und Gewerbeanlagen, Erich Schmidt Verlag, 1990, Seite 284.

     

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